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Posted 14m ago•Prag

Promovierte*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)

MiddleOn-site (Prag)Salary undisclosed
Job Description

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Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) zählt zu den führenden Forschungs- und Vermittlungseinrichtungen für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa. Unser breiter, disziplinenübergreifender Dialog sowie unsere historische Spannweite sind einzigartig: Von A bis Z, von der Antike bis zur Zeitgeschichte, untersuchen wir die Besonderheiten und Veränderungen dieser historisch wie gegenwärtig so wichtigen Großregion. Im Fokus stehen Themen, die zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit gehören: Globalisierungs-dynamiken und Migration, Wissensordnungen und konkurrierende Geschichtsbilder, Umwelt und Gewalt. Das seit 2010 in der Leipziger sowie seit 2025 auch in der Prager Innenstadt ansässige GWZO beschäftigt ca. 90 Mitarbeiter*innen aus dem In- und Ausland.

Zum 1. Februar 2027 suchen wir für unsere Abteilung »Wissen und Partizipation« in Prag (Leitung Dr. Michal Frankl) 

  • eine*n promovierte*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)

zunächst befristet für vier Jahre, in Vollzeit (40 h/Woche). Eine Entfristung ist bei Bewährung und vorbehaltlich der entsprechenden Ausstattung des Institutshaushaltes angedacht.

Der Dienstort ist Prag, wobei die Bereitschaft zu regelmäßigen Dienstreisen nach Leipzig erwartet wird, um an zentralen Institutsveranstaltungen teilzunehmen. Es erfolgt eine Anstellung nach tschechischem Arbeitsrecht mit entsprechender ortsüblicher Vergütung. 

 

Die Abteilung »Wissen und Partizipation« untersucht die vielfältigen, mitunter spannungsgeladenen Beziehungen zwischen akademischer und außerakademischer Wissensproduktion. Im Fokus steht die Teilhabe an Wissen und Wissenschaft in Geschichte und Gegenwart Ostmitteleuropas, was unter dem Begriff Bürger*innenwissenschaft – Citizen Science – seit einigen Jahren in aller Munde ist.

Die Forschungen der Abteilung gliedern sich in die Themenfelder »Marginalisiertes Wissen« und »Partizipation Digital«. Der Blick der Abteilung richtet sich zum einen auf Akteur*innen aus marginalisierten Gruppen in Geschichte und Gegenwart. Sie fragt unter anderem, wie Wissen »am Rande« artikuliert, gehört, gespeichert oder interpretiert wird. Unter Einbeziehung von Ansätzen aus den Postcolonial Studies zielen die Projekte der Abteilung auf eine kritische Reflexion von Hierarchien und Ausgrenzungen in den von staatlichen Stellen angelegten und geordneten Archiven. Zudem liegt ein kritisches Augenmerk auf dem Einfluss neuer, digitaler Werkzeuge auf die Produktion wissenschaftlicher Erkenntnisse. Denn digitale Technologien, vor allem Systeme künstlicher Intelligenz (KI), ändern die Art und Weise, wie Wissen entsteht und rezipiert wird. 

Die Forschung der zukünftigen Stelleninhaberin/ des zukünftigen Stelleninhabers widmet sich diesem Themenspektrum. Denkbar sind Projekte zu marginalisiertem Wissen ebenso wie zu den Auswirkungen unterschiedlicher Partizipationsformen und Crowdsourcing-Formate. Willkommen, sind insbesondere, aber nicht ausschließlich, Vorhaben, die sich mit Archiven, Zeitzeugenberichten und anderer Wissensproduktion von Flüchtlingen, Migrant*innen oder anderen verfolgten bzw. marginalisierten Gruppen, mit kollaborativen Plattformen wie Wikipedia oder digitalen Erinnerungsprojekten in Ostmitteleuropa auseinandersetzen. Ebenso von Interesse sind Untersuchungen zu Effekten von KI auf kleine Sprachen und in außerakademischen, partizipativen Kontexten. Ausdrücklich sind Projekte mit einem partizipativen, Citizen-Science-Anteil erwünscht.


Kennziffer

26_11_P

Ihre Aufgaben

  • selbständige historische, kulturwissenschaftliche oder literaturwissen-schaftliche Forschungen zum Themenspektrum der Abteilung »Wissen und Partizipation«, die auf internationalem Niveau, in referierten Zeitschriften und renommierten Verlagen publiziert werden (üblicherweise Erarbeitung eines second book/ Habilitation);
  • Engagement in Citizen Science-Projekten;
  • Verknüpfung des eigenen Vorhabens mit den in der Abteilung »Wissen und Partizipation« sowie am GWZO insgesamt betriebenen Forschungen anderer Disziplinen;
  • Beteiligung an zentralen Abteilungsaufgaben, darunter die Organisation von Vorträgen und Tagungen und die Erarbeitung von Drittmittelanträgen;
  • Mitwirkung bei der weiteren Entwicklung und laufenden Anpassung des Abteilungskonzepts, mit dem die Abteilung internationale Sichtbarkeit als methodisches Laboratorium der Citizen Science und als wichtiger Standort der Erforschung von Wissensgeschichte in Ostmitteleuropa erhält;
  • Mitwirkung bei der Förderung der Präsenz des GWZO, seiner Publikationen und Forschungsergebnisse in der tschechischen und ostmitteleuropäischen Öffentlichkeit sowie Mitwirkung bei der Entwicklung neuer Kommunikationsformate an der Schnittstelle zwischen Fachwissenschaft und interessierter Öffentlichkeit.

Ihr Profil

  • überdurchschnittlich abgeschlossene Promotion in einem der am GWZO vertretenen kultur- oder geisteswissenschaftlichen Fächer;
  • einschlägige Publikationen auf hohem internationalen Niveau;
  • Bereitschaft zur interdisziplinären Forschung;
  • erste Erfahrungen in der Drittmitteleinwerbung sowie in der Wissenschafts-kommunikation;
  • Erfahrungen im Bereich der Digital Humanities sind von Vorteil;
  • sehr gute Englischkenntnisse sowie sehr gute Kenntnisse mindestens einer Sprache der Untersuchungsregion;
  • Falls noch nicht vorhanden, wird die Erwerbung der guten Kenntnisse der deutschen Sprachen innerhalb drei Jahren erwartet;
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit;
  • Bereitschaft zu regelmäßigen Reisen nach Leipzig;
  • Bereitschaft zu regelmäßigen Weiterbildungen.

Wir bieten

  • konkurrenzfähiges Gehalt im tschechischen wissenschaftlichen System;
  • 30 Tage Jahresurlaub;
  • kreatives und motivierendes Arbeitsumfeld, flache Hierarchien;
  • lebendige Sozialkultur, Offenheit und vertrauensvolles Miteinander;
  • Möglichkeit zur individuellen wissenschaftlichen Profilierung und Weiter-qualifizierung;
  • familienfreundliche Arbeitsbedingungen und flexible Arbeitszeiten; 
  • Arbeitsplatz in der Prager Innenstadt sowie im Herzen der Stadt Leipzig und in unmittelbarer Campusnähe zur Universität Leipzig.

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Sollten Sie sich angesprochen fühlen, bitten wir um Zusendung Ihrer aussagekräftigen Bewerbung in deutscher oder englischer Sprache mit den einschlägigen Unterlagen, einschließlich des Bewerbungsschreibens, des Lebenslaufs, der Publikationsliste, eines Projektexposés im Umfang von 2-3 Seiten und zwei publizierten Schriften, unter Angabe der entsprechenden Kennziffer 26_11_Pbis zum 22. November 2026 an die Direktorin des GWZO (Prof. Dr. Maren Röger, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Reichsstr. 4-6, 04109 Leipzig) oder per E-Mail an: [email protected]. Eine Bewerbung per E-Mail ist datenschutzrechtlich bedenklich. Der*Die Versender*in trägt dafür die volle Verantwortung.

 

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich im Januar 2027 in Prag oder Leipzig statt.

 

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Abteilungsleiter Dr. Michal Frankl ([email protected]).


Seit Juli 2021 ist unser Institut Träger des TOTAL E-QUALITY-Prädikats für Chancengleichheit. Die Bewerbung von Frauen wird besonders begrüßt und bei gleichwertiger Qualifikation und Eignung bevorzugt behandelt, da die zu besetzende Stelle zu einer Struktureinheit gehört, in der Frauen unterrepräsentiert sind. Die Bewerbung von schwerbehinderten Menschen ist ausdrücklich erwünscht und wird bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Weitere Informationen zum GWZO und seiner Abteilung in Prag finden Sie auf unserer Website www.leibniz-gwzo.de. 

Hinweise zum Datenschutz

Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Verantwortliche*r für das Bewerbungsverfahren ist die*der in dieser Ausschreibung oben angegebene Adressat*in der Bewerbung. Ihre personenbezogenen Daten werden im Rahmen des Bewerbungsverfahrens innerhalb des Institutes weitergegeben an

  • die Mitglieder der Auswahlkommission,
  • die Personalverwaltung,
  • die Gleichstellungsbeauftragten und
  • die*den Inklusionsbeauftragte*n 

 

im Rahmen ihrer organisatorischen bzw. gesetzlichen Zuständigkeit.          
 
Ihre personenbezogenen Daten werden spätestens sechs Monate nach Abschluss des Auswahlverfahrens gelöscht. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber der Adressatin*dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GV0); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an die Datenschutzbeauftragten des GWZO wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht. Die für das GWZO zuständige Aufsichtsbehörde ist die vom Sächsischen Landtag für den Datenschutz beauftragte Person.

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